Du stehst auf gutes Wildfleisch und eine spannende Jagd? Und ein bisschen Abenteuer am Herd?
Dann bist du hier bei „Fette Beute“ genau richtig.
Heute wird’s wild im Topf – und zwar so richtig!
Wer meinen Kollegen Andi und mich kennt, weiß: Wir sind echte Fans der Nutria-Jagd. Das Fleisch ist zart, aromatisch, einfach ein Genuss! Andi setzt auf die Falle, ich lieber auf Schrot und meinen Hund – zwei Wege, ein Ziel: frisches Nutria für den nächsten kulinarischen Volltreffer.




Wir sind permanent auf der Jagd nach neuen Geschmackserlebnissen, und Nutria steht bei uns ganz oben auf der Liste. Mit einem guten Schuss Rotwein im Schmortopf wird aus dem Ganzen ein echtes Festmahl.

Also, schärf dein Messer, stell den Topf bereit und lass dich von meinem Rezept inspirieren.
Hier kommt mein Nutria-Schmorbraten für dich:
Was du brauchst:
- 1 Nutria, ganz, ausgenommen
- 1 Liter Rotwein – Treibstoff für den Schmortopf und den Koch 🙂
- 5 dl Portwein oder Glühwein
- 5 Karotten, geschält und gewürfelt (dürfen auch mehr sein, nach Geschmack)
- 3–4 Stangen Lauch, in Ringe geschnitten
- 1 große Sellerieknolle, geschält und gewürfelt
- 12 Wacholderbeeren, zerstoßen
- 6 Pimentkörner, zerstoßen
- 2 Lorbeerblätter
- 3 Nelken
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- ½ Liter Wildfond
- Salz, Pfeffer
- ½ Tube Tomatenmark
- 1 Esslöffel Honig
- Bratbutter oder Olivenöl zum Anbraten
So geht’s:
Würzen & Anbraten:
Reibe das Nutria rundum mit Salz und Pfeffer ein. Dann ab in den heißen Schmortopf: In ordentlich Bratbutter oder Olivenöl von allen Seiten kräftig anbraten.

Gemüse vorbereiten:
Nutria rausnehmen, kurz zur Seite legen. Jetzt kommen Karotten, Lauch, Sellerie und Knoblauch in den Topf. Mit Olivenöl anrösten, Tomatenmark dazugeben und mitrösten, bis alles schön braun ist. Das bringt Tiefe und Aroma in die Sauce.
Mit Wein ablöschen:
Gieße einen kleinen Schluck Rotwein an, lass ihn einkochen und wiederhole das Ganze dreimal. So holst du alle Röstaromen aus dem Topf. Dann den Honig dazu – für die feine Süße.

Schmoren:Leg das Nutria aufs Gemüse. Mit Rotwein und Wildfond auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist. Jetzt kommen Wacholder, Piment, Lorbeerblätter und Nelken dazu. Deckel drauf und ab in den Ofen: 175 Grad, ca. 1 Stunde 45 Minuten. Die Zeit nutze ich für einen kräftigen Schluck aus dem Glas – man muss ja schließlich probieren, was man seinen Gästen anbietet.
Fleisch ruhen lassen:
Ist das Nutria butterzart, nimm es raus, wickel es in Alufolie und halte es warm. Die Sauce lässt du im Topf weiter einkochen, bis sie schön dick wird. Das Gemüse ist jetzt weich und perfekt als Beilage!

Beilagen-Tipp:
Rotkraut und Knödel oder breite Nudeln passen wie die Faust aufs Auge. Das Gemüse aus dem Topf gibt’s als rustikale Beilage – wild und ehrlich!
Wein-Empfehlung:
Dazu ein Sangiovese Curioso aus der Toskana vom Weingut Ponte Lungo (ca. 7–8 Euro). Der schmeckt nach Pflaume, Kirsche und Holz. Nach dem Essen gerne noch ein kräftiger Roter.
Nutria ist nicht nur eine Biberratte, sondern auch ein echtes Highlight auf dem Teller. Probier’s aus und lass mich wissen, wie dein Nutria-Schmorbraten gelungen ist.
Waidmannsheil und guten Appetit, And&Tom








