Kühltasche Hopper Flip 18 von Yeti im Test

Eis Eis Baby

Eine Soft Cooler, die laut Hersteller selbst eine Hartschalenbox in Sachen Kühlleistung in die Knie zwingt.

Auslaufsicher, stichfest und angeblich genauso unverwüstlich wie die großen Tundra-Geschwister – nur eben weich, leicht und tragbar.

Klingt nach der perfekten Beute für alle, die nicht jedes Mal eine zwanzig Kilo schwere Box durchs Unterholz oder zum Angelplatz schleppen wollen, oder? Aber hält das Teil, was YETI verspricht? Ich habe den Hopper Flip 18 ein paar Wochen lang durch den Schwarzwald geschleift – am Wasser beim Angeln und beim Grillabend mit Freunden.

Eine Soft Cooler, die laut Hersteller selbst eine Hartschalenbox in Sachen Kühlleistung in die Knie zwingt. Auslaufsicher, stichfest und angeblich genauso unverwüstlich wie die großen Tundra-Geschwister – nur eben weich, leicht und tragbar. Klingt nach der perfekten Beute für alle, die nicht jedes Mal eine zwanzig Kilo schwere Box durchs Unterholz oder zum Angelplatz schleppen wollen, oder? Aber hält das Teil, was YETI verspricht? Ich habe den Hopper Flip 18 ein paar Wochen lang durch den Schwarzwald geschleift – auf dem Ansitz, am Wasser beim Angeln und beim Grillabend mit Freunden.
© Tom Tittmann

Schwerer als gedacht, aber das hat seinen Grund

Schon beim Auspacken merkt man: Das ist kein Billig-Kühlbeutel vom Discounter. Die Hopper Flip 18 fühlt sich an wie ein gut gepolsterter Rucksack mit Substanz. Reißverschluss auf – und sofort wird klar, warum YETI darauf so stolz ist. Der HydroLok-Zipper läuft butterweich, dichtet wasserdicht ab und fühlt sich an wie aus einem Stück gegossen. Beim ersten Öffnen war er allerdings spürbar zäh. Kein Wunder, wie YETI selbst erklärt: Die Materialien müssen sich erst einlaufen, ungefähr wie ein guter Jagdstiefel – oder eine neue Wathose. Nach ein paar Einsätzen ging der Verschluss deutlich leichter.

Kühltasche Hopper Flip 18 von Yeti
© Tom Tittmann

Bierflaschen statt Dosen – natürlich

Salat und Gemüse? Diesmal nicht im Fokus. Uns hat interessiert: Wie schlägt sich die Hopper Flip 18 bei echtem Praxiseinsatz am Angelgewässer und beim Grillabend mit Kumpels? Also ab zum Getränkemarkt, Flaschen statt Dosen (Dosen sind und bleiben hier ein No-Go), die Tasche bis zum Anschlag mit Bier und Kühlakkus befüllt, Reißverschluss zu und raus in die Natur.

Auf dem Papier passen 30 Dosen oder rund 12,7 Kilo Eis hinein – im echten Leben mit Flaschen, Eis und ein paar Broten für den Tag wird es naturgemäß enger. Realistisch ist die Hopper Flip 18 eher die Tagestour-Box für zwei bis drei Personen, nicht der Ausstatter für die ganze Jagdgesellschaft oder den Angelausflug mit der ganzen Truppe.

© Tom Tittmann

Wie lange bleibt's kalt?

Hier zeigt sich, wofür YETI bekannt ist. Die ColdCell-Isolierung aus geschlossenzelligem Schaum hält ordentlich dicht – auch nach einem ganzen Tag auf dem Hochsitz oder am Wasser bei sommerlichen Temperaturen war das Eis noch nicht komplett geschmolzen, das Bier angenehm kalt. Nicht ganz auf dem Niveau einer Hartschalen-Tundra, aber das ist auch nicht der Anspruch dieser Tasche.

Für einen Tagesausflug oder einen Angeltag reicht die Kühlleistung locker – und wer abends mit ein paar Forellen oder Hechten im Gepäck zurückkommt, freut sich über die Extra-Kühlreserve für den Fang.

© Tom Tittmann

Tragekomfort und Verarbeitung

Der gepolsterte Schultergurt macht aus dem Hopper Flip mehr Tasche als Kühlbox – das ist der eigentliche Clou. Wo man bei der Hartschalenbox irgendwann beide Arme braucht, wirft man sich die Flip 18 einfach über die Schulter und marschiert weiter – praktisch, wenn man zusätzlich noch die Angelrute, den Kescher und die Köderbox tragen muss. Das DryHide-Außenmaterial wirkt robust, abriebfest und macht auch nach Kontakt mit Ästen, Steinen, feuchtem Waldboden oder schlammigem Uferbereich keinen zerschlissenen Eindruck.

Am HitchPoint-Grid lässt sich zusätzliches Gear wie ein Flaschenöffner oder eine kleine Lampe befestigen – ein nettes Detail, das in der Praxis öfter zum Einsatz kommt, als man zunächst denkt.

Einziger Kritikpunkt: Eine Außentasche für Kleinkram wie Taschenmesser, Feuerzeug, Vorfächer oder ein Stück Brot fehlt komplett. Wer öfter kurz an etwas rankommen will, ohne die komplette Hauptkammer aufzureißen, wird das vermissen.

 

©Tom Tittmann

Fazit

Die Hopper Flip 18 ist kein Ersatz für die große Tundra, wenn’s um mehrtägige Touren oder die ganze Jagd- oder Angelgesellschaft geht – das will sie aber auch gar nicht sein.

Für Tagestouren, den Angelausflug am See oder Fluss oder den spontanen Grillabend mit ein, zwei Kumpels ist sie dagegen eine fette Beute: leicht zu tragen, ordentlich isoliert und gebaut, um auch mal ruppig behandelt zu werden – ob im Unterholz oder an Uferweg. Günstig ist sie nicht, aber bei YETI zahlt man eben für Material und Haltbarkeit – und die stimmen hier.

Wer eine zuverlässige, tragbare Lösung für den schnellen Trip raus in die Natur sucht – sei es zur Jagd oder zum Angeln – und nicht jedes Mal die große Box schleppen will, macht mit der Hopper Flip 18 keinen Fehler.

Waidmannsheil und Petri Heil – bis zum nächsten Test, euer Andy

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