Die Augen eines Luchses

Als Fotograf weiß ich, wie wichtig hochwertige Objektive sind. Daher weiß ich ein gutes Produkt besonders zu schätzen. Das Liemke Luchs 2 hat mich sofort beeindruckt – der Name ist Programm, denn es verleiht einem wirklich die Augen eines Luchses!

Diese Technologie verändert die Jagd maßgeblich. In meinem Jagdrevier, das von Maisfeldern geprägt ist, sind Wildschweine nachtaktiv und tagsüber kaum anzutreffen. Man gewöhnt sich schnell an die Vorteile des Geräts, doch es ist ein zweischneidiges Schwert: Man sollte sich nie blind auf die Technik verlassen, denn die eigenen jagdlichen Fähigkeiten bleiben das Wichtigste.

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Doch lasst uns mal über Qualität sprechen. Die hat ihren Preis, das wissen wir alle. Doch gerade bei der Jagdausrüstung lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ein guter Service ist dabei entscheidend. Wartung, Reparatur – das muss einfach stimmen. Wer billig kauft, kauft oft zweimal. Und bei einem möglichen Nutzungszeitraum von zehn Jahren und mehr investiert man doch gerne in ein zuverlässiges Produkt, oder?

Liemke hat sich da in Deutschland einen Namen gemacht und ist ganz vorne mit dabei, wenn es um Wärmebildtechnik geht. Der Luchs 2, der hier in Deutschland entwickelt und gebaut wird, ist ein echtes Highlight. Ich stelle euch heute das Liemke Luchs 2 vor, und glaubt mir, es hat mich begeistert!

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Dual Use – Handheld und Vorsatzgerät in einem

Das Luchs 2 ist ein echtes Multitalent. Ihr könnt es als Handgerät nutzen oder als Vorsatzgerät vor euer Zielfernrohr montieren. Wenn ihr es nur als Handgerät verwendet, kann der gummierte Gewindeschutz einfach dranbleiben. Das ist super für Brillenträger, denn so habt ihr genug Augenabstand und die Brille wird nicht beschädigt. Ein cleveres Detail: Wenn ihr im Handheld-Modus gleichzeitig die Hoch- und Runter-Taste drückt, wechselt ihr kurzzeitig in einen 2-fach-Zoom. Lasst ihr die Tasten los, springt das Gerät sofort wieder auf die 1-fach-Vergrößerung zurück. Das ist gerade beim Ansprechen des Wildes ein riesiger Vorteil!

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Der seitliche Bedienschalter – intuitiv und praxistauglich

Immer mehr Hersteller erkennen, wie sinnvoll ein seitlicher Bedienschalter ist. Beim Luchs 2 ist er so angeordnet, dass ihr ihn bequem im Anschlag bedienen könnt. Ihr habt die Wahl zwischen „On“, „Standby“ und „Off“. Im Revier ist es am besten, ihn auf „Standby“ zu stellen, denn sonst braucht das Gerät etwa fünf Sekunden zum Hochfahren – und das kann im entscheidenden Moment zu lang sein.

Einschießen leicht gemacht

Mein Praxistest hat gezeigt: Das Luchs 2 lässt sich kinderleicht und schnell einschießen. Meistens sind die Abweichungen von Anfang an gering, weil die Geräte ab Werk schon gut voreingestellt sind. Falls doch mal Anpassungen nötig sind, könnt ihr bis zu drei Waffenprofile speichern. Das Einschießen über das Menü ist denkbar einfach: Ein Plus steht für eine Verschiebung nach rechts oder oben, ein Minus für links oder unten. Mein Tipp: Überprüft unbedingt vor dem ersten Schuss mit der Wärmebildkamera die Treffpunktlage eurer Waffe und die Montage. Das erspart euch viel Ärger!

Ein weiteres praktisches Feature: Im Untermenü könnt ihr die Anfangsvergrößerung eures Zielfernrohres einstellen. So sind auch bei höheren Vergrößerungen alle Menüpunkte gut sichtbar. Das bedeutet, ihr könnt auch Zielfernrohre mit höherer Anfangsvergrößerung verwenden – nicht nur Drückjagdgläser. Wobei Drückjagdgläser prinzipiell am besten geeignet sind, weil sie klein und leicht sind. Nachts reichen eine 6-fache oder 8-fache Vergrößerung völlig aus, und durch eine kleine Anfangsvergrößerung habt ihr den gesamten Bildschirm im Blick.

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Tastenbelegung – für jeden Jäger das passende Profil

Was ich besonders clever finde, ist die flexible Tastenbelegung. Ihr habt drei verschiedene Eingabemodi:

  1. Standard Modus: Die Tasten sind voreingestellt.
  2. Basismodus: Eine vereinfachte Tastenbelegung.
  3. Custom Modus: Hier könnt ihr die Tasten ganz nach euren Wünschen belegen. So findet wirklich jeder Anwender das passende Profil – egal, ob ihr ein einfacher Plug-and-Play-Jäger seid oder zu den technisch versierten gehört, die alles selbst einstellen möchten.
  4.  

Akkulaufzeit – ein echtes Ausdauerwunder

Mit bis zu 8 (in meinem Test) Stunden Akkulaufzeit ist das Luchs 2 ein echtes Ausdauerwunder. Das reicht für jede jagdliche Aktivität, da kann ich euch aus eigener Erfahrung versichern. Die lange Laufzeit kommt daher, dass das Vorsatzgerät in den meisten Fällen im Standby verbleibt und nur für den Schuss aktiviert wird. Aber selbst wenn ihr das Luchs 2, so wie ich, gerne als Handheld nutzt, hält der Akku ewig. Beim Ansitz bin ich selten länger als vier Stunden draußen, besonders im Winter bei Minusgraden. Da ist Verlass auf den Akku einfach wichtig.

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Bildqualität – Augen wie ein Luchs

Die Bildqualität des Luchs 2 ist einfach herausragend. Die hohe Auflösung des Displays und des Detektors spielen hier ihr ganzes Können aus, und das Bild ist unglaublich detailreich. Im Praxistest konnte ich beispielsweise einen Keiler problemlos von einer Bache unterscheiden. 

Durch einfaches Drehen des Einstellrings am Objektiv könnt ihr das Bild blitzschnell scharf stellen. Diese Einstellung läuft butterweich, und das Bild wird schnell angepasst. Ein weiterer Pluspunkt ist die Form des Displays: Es ist zu den Seiten abgerundet, sodass das Bild ab etwa 2-facher Vergrößerung komplett im Zielfernrohr zu sehen ist und bis zum Sehfeldrand abschließt.

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Kalibriermodi – für jede Situation die richtige Einstellung

Das Luchs 2 bietet verschiedene Kalibriermodi. Den automatischen Modus würde ich euch nicht für den Vorsatzbetrieb empfehlen, da das Gerät sich von alleine kalibriert und das Bild im entscheidenden Moment einfrieren könnte. Für den Vorsatz-Modus gibt es zwei manuelle Kalibrier-Modi: Einer, der die Blende schließt, und einer, der sie offen lässt. Wenn ihr die Blende nicht schließen wollt, solltet ihr das Objektiv abdecken, um ein optimales Bild zu erhalten.

Der eine Nachteil – ein kleines Schwergewicht

Ganz ehrlich, einen kleinen Nachteil hat das Luchs 2: Es ist kein Leichtgewicht. Mit 687 Gramm auf meiner Küchenwaage ist es schon etwas schwerer. Das liegt aber auch an den großen Bauteilen. Allerdings sollte euch das nicht weiter stören, wenn ihr mehr Wert auf die überragende Bildqualität und die lange Akkulaufzeit legt als auf die reine Führigkeit. Für mich persönlich ist das Gewicht angesichts der Leistung absolut zu vernachlässigen. Der interne Speicher von 32 GB ist übrigens beachtlich. Mit einem Druck auf die Down-Taste ist schnell ein Foto gemacht, und auch Videos lassen sich bequem aufnehmen. Ihr könnt das Luchs 2 einfach per USB an den Computer anschließen und die Daten übertragen. Oder noch einfacher: Über Wi-Fi und die App streamt ihr die Daten direkt auf euer Smartphone oder Tablet. Die App gibt es sowohl für Apple als auch für Android.

Was ich mir wünschen würde

Ein integrierter Entfernungsmesser

©TT Liemke Luchs 2
©TT Liemke Luchs 2

Fazit – eine klare Empfehlung für anspruchsvolle Jäger

Das Liemke Luchs 2 gehört definitiv zur Luxusklasse der Wärmebildvorsatzgeräte. Es vereint ein großes Sehfeld mit hoher Reichweite, ist ein echter Entfernungsspezialist und liefert eine unübertroffene Bildqualität auch bei Regen oder Nebel.Durch die genormte Gewindegröße könnt ihr es an jedem gängigen Zielfernrohr montieren. Das etwas höhere Gewicht fällt angesichts der herausragenden Technik kaum ins Gewicht. Gerade für Jagden auf weite Distanzen, wie beispielsweise auf dem Feld, ist das Luchs 2 optimal geeignet. Wenn ihr also auf der Suche nach einem langlebigen, zuverlässigen Wärmebildgerät seid, das euch bei der Schwarzwildjagd nicht im Stich lässt, dann schaut euch das Liemke Luchs 2 genauer an. Ihr werdet es nicht bereuen!

Danke an die Firma Liemke für die Unterstützung.

Preis UVP: 4.350,00

Alle technischen Daten findet ihr unter diesem Link

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