Der neue Blaser 8×32 RF Rangefinder
Entfernungsmesser bieten zahlreiche Vorteile, unabhängig davon, ob man im Wald, auf dem Feld oder in den Bergen jagt. In vielen Situationen sind diese praktischen Helfer im Fernglas unverzichtbar. Besonders in offenen Landschaften, in denen es an Anhaltspunkten zur Schätzung von Entfernungen mangelt, wird die Jagd schwierig. Auch vor dem Ansitz oder während der Drückjagd ist es ratsam, sich einen Überblick über die Abstände zur Bestandskante, zur nächsten Schneise oder zum Hauptwechsel zu verschaffen. Ich habe das kompakte Blaser 8 × 32 RF auf meiner Reise nach Oberstdorf getestet, um seiner Leistungsfähigkeit auf den Grund zu gehen.

Ein vielseitiges Glas für das Revier
Die kompakten Abmessungen des Fernglases fallen sofort ins Auge. Es ist schlank und handlich, sodass es sowohl von Männern als auch von Frauen mit kleineren Händen bequem gehalten werden kann. Mit einem Gewicht von nur 700 g, was für ein Fernglas mit einem leistungsstarken Entfernungsmesser, hoher Restlichtstärke, einer Dämmerungszahl von 16 und einer qualitativ hochwertigen Optik als gering gilt, ist es optimal. Dieses leichte Design ist dem Magnesiumgehäuse zu verdanken. Jäger, die im Gebirge jagen, wissen, wie wichtig ein geringes Gewicht bei langen Aufstiegen ist. Der Entfernungsmesser lässt sich schnell per Knopfdruck, sowohl rechts als auch links, aktivieren und misst präzise im Nahbereich bis zu Entfernungen von 2300 m. Die Helligkeit der Anzeige kann an die jeweiligen Wetterbedingungen angepasst werden. Viele Entfernungsmesser haben Schwierigkeiten, Entfernungen im Nahbereich zu messen, doch das 8 × 32 RF bewältigt dies selbst bei dichtem Bewuchs oder auf schmalen Rückegassen problemlos. Die genaue Distanz wird sofort angezeigt, sobald ein Ziel anvisiert wird. Ein zusätzlicher Vorteil ist die neu entwickelte Mechanik, die ein müheloses Abnehmen der Augenmuscheln ermöglicht. So kann die Reinigung der Okularlinsen und der Augenmuscheln schnell und bequem erfolgen.

Was drinsteckt, zählt
Besonders relevant ist die Optik in Extremsituationen, also in den frühen Morgen- und Abendstunden. Zur Mittagszeit liefern viele Ferngläser brauchbare Bilder, doch im letzten Licht trennt sich hier oft die Spreu vom Weizen. Bei verschiedenen Jagdarten – sei es die Bockjagd im Feld oder die Hirschbrunft im Herbst – erweist sich ein gutes Fernglas, selbst in Zeiten modernster Wärmebildtechnik, als unverzichtbar. Das Blaser 8 × 32 RF bietet selbst bei schwachem Licht ein scharfes, helles und detailreiches Bild. Mit einem Sehfeld von 130 m auf 1000 m ermöglicht es eine gute Übersicht. Besonders bei der Jagd am Berg ist das Fernglas eine ideale Ergänzung zum Spektiv, um das Wild präzise anzusprechen und zu verfolgen.

Die Treffpunktlage
Das Besondere am Blaser RF ist die Möglichkeit, das Fernglas per Bluetooth mit der Blaser-Ballistics-App zu verbinden. Hier können Standortdaten eingegeben werden, sodass Faktoren wie Luftdruck und Wind automatisch für die Berechnungen verwendet werden. Ballistische Koeffizienten können in Profilen hinterlegt werden, sodass Geschossgewicht, Geschwindigkeit und individuelle Laborierung berücksichtigt werden. Die Informationen zu den Änderungen der Treffpunktlage werden an das Fernglas übermittelt, das die Abweichung im unteren Bildbereich anzeigt. In Kombination mit einem QDC+ lässt sich die individuelle Klickverstellung unkompliziert ermitteln, sodass auch in schwierigen Situationen zeitnah reagiert und präzise geschossen werden kann.

Im Test zeigt die Optik ihr Potenzial
Für Jäger, die gerne Long Range schießen oder häufig weiter entfernte Ziele anvisieren, ist dieses Fernglas eine wertvolle Investition. Auch im Bereich mittlerer Distanzen bis 200 und 300 m bietet die App nützliche Unterstützung – beispielsweise zur Einschätzung des Geschossabfalls bei schweren Laborierungen.

Fazit
Der Blaser 8 × 32 RF überzeugt mit einer benutzerfreundlichen Handhabung, kompakten Abmessungen, angenehmer Haptik und hoher funktionaler Flexibilität. Besonders hervorzuheben ist die nahtlose Verbindung zur ballistischen App und zum QDC+, die ohne Kompatibilitätsprobleme mit verschiedenen Herstellern genutzt werden kann. Darüber hinaus ist die Optik extrem robust, wasserabweisend und hält auch starkem Regen stand. Auch im letzten Büchsenlicht macht das Glas einen top Job. Obwohl der Preis von 1900 € eine Investition darstellt, erhält man dafür ein leistungsstarkes Komplettpaket mit einem zuverlässigen Entfernungsmesser. Es ermöglicht auch bei Long Range-Schüssen den Einsatz einer vertrauten Jagdwaffe mit passender Optik, ohne dass es eine zusätzliche Investition erfordert.


Werbehinweis
Das vorgestellte Produkt wurde uns für einen Produkttest kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
